Kraks Vejviser 1937 Handelsregister
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EXPORT-KALENDER FUR DANEMARK Der „Export Directory of Denmark" wird herausgegeben von Kraks Legat in Zusammenarbeit mit dem Ministerium des Åussern und mit Unterstiitzung seitens des Handelsministeriums. Der „Export Directory of Denmark“ wird iiberall im Ausland kostenlos verteilt. Samtliche danische Gesandt- schaften und konsularisehe Vertretungcn erlialten ein Exemplar des Buches zugesandt, wahrend der iibrige Teil der Auflage unter Mitwirkung dieser Vertretungen den auslandischen Handelskammern, Institutionen und — in dein Uimfang, wie es die Auflage gestattet — grosseren privaten Firmen zugestellt wird. Scliliesslich wird der »Export Direcfory of Denmark“ in extenso als Anhang zu „Krak’s Vejviser", Band II, Handelskalender aufgenommen. Krak’s Vejviser, herausgegeben von Kraks Legat, ist das alteste Adressbuch der Welt, gegriindet im Jahre 1770. Dieses Werk, das jahrlicli in 2 Banden von 4000 Seiten erscheint, enthalt ausser Verzeichnissen mit Adressen von Geschaften und Privatpersonen in Danemark und Island, eine Reihe wertvoller Aufschliisse diese Lander betreffend, so dass das Adressbuch ein selir benutztes Handbuch geworden ist. Krak’s Vejviser wird vom Ministerium des Aussern an die danischen Gesandtschaften und konsularischen Ver- tretungen verteilt. Danemarks Ausfuhr-Gewerbe.
Obwohl das Konigreich Danemark zu den kleincren Staaten Europas gehort, nimint es wegen seiner be- deutungsvollen, geographischen Lage und seines hocli- entwickelten Erwerbslebens einen hervorragenden Platz in der Weltwirtschaft ein. Danemark ist ein Flachland, das der Landwirtschaft gute Bedingungen gewahrt, hat jedocli nicht wie z. B. Eng land, Frankreich und Polen Kohlendistrikte; auch besitzt es kcine grossen Energiespender wie Norwegen, Usterreich und die Schweiz in ihren Wasserfallen; noch weniger 01- gebiete wie Nordamerika, der Kaukasus oder Rumanien. Die eignen Kraftquellen des Landes bestehend aus Torf, Holzbrennmittel, Wind und Wasser, stellen kaum mehr als 3 v. II. seines Kraftverbrauches dar. Mit Bezug auf mineralische Schiitze ist das Land ebenfalls arm. Bei Erd- bohrungen ist man — abgesehen von der Felseninsel Bornholm — nirgends durch die Kreideformation gelangt, sodass der danische Erdboden weder Eisen noch andre Metalle, Kali noch andre chemisclie Erzeugnisse gewahrt. Auch gedeihen hier weder Baumwolle, olhaltige Samen, noch hat es Gummi usw. Ist Danemark derart in ganz besonderem Masse olme natiirliche Reichtumsquellen, so hat das danische Volk diesem Ubél dadurch abzuhclfen gewusst, dass es sich ’n der Arbeiit der Iland und des Gehirns ertiichtigte und durch eine auf wissenschaftlicher Grundlage durchgefiihrte Veredlung, teils danischer Landwirt- schaftserzeugnisse, teils von Rohstoffen und Halbfabri- katen, aus Landern eingefuhrt, die seitens der Natur hober bcgiinstigt worden sind, Werte schuf. Ferner hat das dani- sclie Volk seine Lage mitten im offnen Meer auszuniitzen 'erstanden, hildet es docli eine Briicke zwischen einem ^esentliclien Teil der fuhrenden Kulturstaaten der moder- llen Welt und hat einen Handel entwickelt, der im Ver- bnltnis zur Grosse des Landes und Volkes nur von einem oder zwei andern europaischen Staaten iibertroffen ^ird; und es hat dadurch einen Warenaustausch geschaf- fen, der ein hoch entwickeltes Erwerbsleben ermoglicht eine Erzeugung erstklassiger Qualitiitswaren auf im- ’ner mehr Gebieten, die dazu geeignet sind, die wah- 'erischsten Wiinsche des fremden Verbrauchers zu befrié- 'iigen. ’ „ banemarks Bevolkerung macht insgesamt ungefahr ^06,000 Einwohner aus, wovon etwa 843,000 in der llaupt- ’
stadt Kopenhagen (auf der Insel Seeland) und eine ahn- liclie Anzahl in den 80 Stadten wohnhaft sind. Danemarks Aussenhandel. Die danischen Kaufleute beteiligten sich sclion friih am Welthandel. Im Jahre 1616 wurde in Kopenhagen eine ost- indische Kompagnie gegriindet, der eine Reihe anderer Handelskompagnien folgten, von denen die im Jahre 1732 gestiftete Asiatische Kompagnie die grdssste Bedeutung erhielt; sie wurde im Jahre 1843 aufgelost. Der Krieg 1S07—14 zerstorte fiir eine Reihe von Jahren den Handel Kopenhagens und erst 1830—40 begann derselbe wieder zu bliihen und entwickelte sich in den nachfolgenden Jah ren immer starker. Im Jahre 1897 wurde die weltum- spannende Gesellschaft „Ostasiatisk Kompagni" gestiffét, die jetzt ein Aktienkapital von 50 Millionen Kronen besitzt. Diese Kompagnie hat im Laufe der Zeit eine Reihe Toch- tergesellschaften gegriindet, die sich mit Schiffahrt und Schiffbau befassen und auch andre Betriebe im Zusam- menhang mit Wald- und Plantagenbetrieb, Fabrikation und Handel in den verschiedensten Teilen der Welt um- fassen. Der Kopenh agener Freihafen, im Jahre 1894 in Be- trieb genommen, hat natiirlich verursacht, dass beinahe aller Durchfuhrhandel iiber diese Stadt geht. Er schliessi viele grosse Handelsfirmen und Aktiengesellschaften in sich, aber der Bau und die Erweiterung bestehender Pro- vinzhafen haben die Errichtung entsprechend grosser Ilandelsbetriebe auch in andern danischen Stadten mit sich gefiihrt. Die Entwicklung des danischen Aussenhandels des letzten halben Jahrhunderts ist aus nachstehenden Zahlen ersichtlich: Gesamteinfuhr Gesamtaucfuhr Jahr Mili. Kr. Mili. Kr. 1885 .................. .. 162 1895 .................... 269 1905 .................... 534 • 1913 . . . . : ........... 721 1935.-................ ’ ....... A-'-'V Die Menge der eingefiihrten Waren machte im Jahrel935 10,6 Millionen Tonnen und die der ausgefiihrten Waren 2,0 Millionen Torinen aus, wahrend der Durchschnittswerr der ausgefiihrten Waren 5 mal so hoch ais' der Duréb-
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