Kraks Vejviser 1935 Handelsregister

16 Die Menge der eingefiilirten Waren maclite im Jalire 1955 10,2 Millionen Tonnen und der ausgefiihrten Waren 1,8 Millionen Tonnen aus, wahreud der Durchschnittswert der ausgefiihrten Waren 5,5 mal so liocli als der Durcli- schnittswert der eingefiilirten Waren gewesen ist. Dies ist ' eine Folge dessen, dass Danemark viele grobe, schwere Roliwaren eingefiilirt und in so grossem Ausmasse ver- edelte landwirtschaftlichc Erzeugnisse ausfiihrt. Die nachfolgenden Zahlen geben die gesamten Werte danischer Ausfulir und Einfuhr der Lander au, mit wel- chen Danemark die regsten Handelsbeziehungen unter- halt. Die Zahlen stammen aus dem Jalire 1955.

Land auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Erzeug­ nisse fiir den Weltmarkt spielt, ist aus nachstehenden Verhaltniszahlen ersichtlich, die zeigen, dass Danemark der Hauptlieferant von Bulter fiir den Weltmarkt ist. in- dem sein Anteil ungefahr ein Drittel ausmacht. 1933 Danemark ......................................... 28 % New Zealand ...................................... 25 % Australien ......................................... 18 % Niederlande ........................................... 5% Irland ................................................. * • • ” ft' Argentinien ...................................... ’ /0 Schweden ......................................... % Andere Lander ............................ 1^ /o Danemark versorgt ferner den Weltmarkt um melir als die Hiilfte seines Bedarfs an Bacon (Speck), 21 v. H. an Eiern. Tn den Jahren 1913 und 1955 war der Ausfuhrwert der wichtigsten danischen landwirtschaftlichen Artikel: Mili. Kr. 1913 Mili. Kr. 1933 Lebende Tiere (ausser Fischcn) ... ........... 69 19 Bacon Fleisch und andere Scilla chterei- ........... 185 471 ........... 200 287 ........... 53 79 Samen ........................................................ Die Bedeutung der diinisohen Landwirtschaft fiir Da­ nemarks nationale Wirtschaft ist dicjenige, dass das Land vermittels der Ausfulir dieser Erzeugnisse instand gesetzt wird, den grossten Teil der zahlreichen und selir wichtigen Rohstoffe und Waren zu kaufen, die es wegen der Naturverhiiltnisse niclit selbst herbeischaffen kann, z. B. Kolilen, Eisen, Chemikalien, Wcbstoffe. Niclit zu iibersohen ist, dass der Ausfuhrwert landwirtschaftlicher Erzeugnisse einen selir wesentlichen Teil dessen in sicli schliesst, der von der danischen Industrie herruhrt, z. B. Futterkuchen, Diingemittel, Maschinen und Geriite, elek- trische Kraftanlagen, Verpackung und Transportmittel usw., sowie die endgiiltige Behandlung in Molkereien, Schlachtereien, Konservenfabrikcn. Zuckerfabriken, Spi- ritusbrennereien, Bierbrauereien usw. Danemarks Landwirtschaft griindet sicli auf eine glos­ se Anzahl sclbstiindiger Betriebc, bestehend aus etwa 2100 grosseren Landbesitzen, 88,000 klcineren Bauein- hofen und etwa 125,000 Hauslerwirtschaften. Die indu­ strielle Herstellung und der Vcrkauf von Waren geschieht auf kooperativer Grundlage, wie aucli die genossenschaft- liclien Einkaufsvereine hier eine grosse Rolle spielen. Im Zusammenhang mit der Landwirtschaft besteht eine An­ zahl von Versuchsstationen, Laboratorien, Kontrollmstitu- tionen usw., welche wissenschaftliche Versuche mit Bczug auf die Verbesserung des Erdbodens, neue Anbauverfah- ren, Samcnkoiitrolle*, Pflanzenkrankheiten, Erblichkeit. Milchleistung usw. iinternehmen, ebenso gibt es zahlreiche Fachshulen. Die danischen Landesprodukte — Die nationalen Marken. Sielie Seite 23. Danemarks Industrie. Die Entwicklung der Industrie in Danemark hat, wie erwahnt ,spater als die der Landwirtschaft iliren An- fang genommen, ist aber dagegen um so schneller vor- wiirts gtfgangen. Wahreud noch im Jalire 1880 41.4 v. H. der Bevdlkerung bei der Landwirtschaft und nur 26 v. II. Schmalz, kondensierte Milch und andere Lebensmittel ................................ ............ 7 42

Mill.Kr. 54

Miil.Kr. 1158 Polen und Danzig .. 445 Finnland ................ 147 Argentinien ............. Italien .................... 84 Tschechoslowakei. . . . 69 Schweiz .................... 65 Rumanien ................

Grossbritannien . . . . Deutschland ............. Schweden ................ Vereinigte Staaten von Nordamerika ---- Belgien .................... Niederlande ............. Norwegen ................ Europiiisches Russ- land .................... Frankreich ............. China .......................

27 22 21 20 20 18

59 Niederlandisch Indien 17 Brasilien ................ 16 52 Brit. Nordamerika .. 50 Spanien .................... 11 11

55 Danemarks Landwirtschaft.

Von Danemarks Flachenraum sind ungefahr 78 v. II. urbar gemacht und 8,7 v. IL von Wald und Plantagen bedeckt. Von 1866 bis 1929 wurde die Landwirtschafts- flaclie um 440,000 ha und die Forstwirtschaftsflaclie um 190,000 ha vermehrt. Daraus folgt, was wir oben iiber die Naturverhiiltnissc des Landes gesagt haben, dass die Landwirtschaft der Erwerb werden musste, der der modemen Erwerbsent- wicklung, „der industriellen Umwalzung1* in Danemark an der Spitze ging. Der entscheidende Umschwung fand in den 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts statt, als die danischen Landwirte infolge der Preisent- wicklung auf dem Weltmarkt (Getreidczufuhren von den iiberseeischen Landcrn) mit einer nie dagewesenen sclinel- len Umstellung dazu iibergingen, den in der Ilauptsache betriebenen Getreideanbau in einen intensiven Betrieb mit Erzeugung von Rohstoffen zur Nahrungsmittelindu- strie — und in stetig hdherem Grade mit der Ausfulir vor Augen — umzugestalten. Seit 1880 hat sicli Danemarks jahrlicher Ernteertrag verdoppelt; in demselben Zeitraum ist die Anzahl von Ilornvieh melir als das Zweifache gestiegen; es gibt jetzt sechsmal so viele Schweine, und Gefliigel melir als seclis- mal soviel. Man rechnet damit, dass 90 v. IL des Ernte- ertrags (Getreide, Gras und Ruben) den Haustieren als Futtermittel dienen. Die iibrigen 10 tf. H. sch liessen na- mentlich den Anbau von Zuckerriiben und die wichtigen Ausfuhrartikel, Malzgerste und Samen, in sicli. Gleich- zeitig fiihrt die Landwirtschaft eine selir grosse Menge Futtermittel, Diingemittel usw. ein, die gegenwartig 200— 500 Mili. betragen. Der grosste Teil der landwirtschaftlichen Erzeugnisse erfahrt vpr der Ausfulir eine endgiiltige industrielle Be­ handlung in Molkereien, Schlachtereien usw. Seit 1870 ist der Wert der jahrliclien Ausfulir' industrialisierter landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus Danemark von etwa 12 Millionen Kronen bis gegen 900 Millionen Kronen ge­ stiegen. Wenn die landwirtschaftliche Bevdlkerung tiotz- dem in diesem ganzen Zeitabschnitt praktisch an Zalil niclit zugenommen hat so ist dies ein Zeiclien des mach­ tigen technischen Fortschritts, der in diesem Erwerb stattgefunden hat. Welche bedeutende Rolle dieses kleine

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