Kraks Vejviser 1935 Handelsregister
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EXPORT-KALENDER FUR DANEMARK Export Directory of Denmark wird herausgegeben von Kraks Legat in Zusammenarbeit mit dem Aussenmini- sterium und mit Unterstiitzung vom Handelsministerium. Export Directory of Denmark erscbeint jahrlich in melir als 14.000 Exemplaren und wird iiberall irn Ausland kostenlos verteilt. Samtliclie danische Gesandtschaften und konsularische Vertretungen (insgesamt etwa 600) erhalten ein Exemplar des Buches zugesandt, wahrend der iibrige Teil der Auflage unter Mitwirkung dieser Vertretungen den auslandischen Handelskammern, Institutionen und — in dem Umfang, wie die Auflage es gestattet — grosseren pri- vaten Firmen zugestellt wird. Schliesslich wird das ExportDirectory of Denmark im Ganzen als Anhang zu Krak’s Vejviser, Band II, Handelskalender aufgenommen. Krak’s Vejviser, herausgegeben von Kraks Legat, ist das alteste Adressbuch der Welt, gegriindet im Jahre 1770. Dieses Werk, das jahrlich in 2 Banden von 4000 Seiten erscheint, enthalt ausser Verzeichnissén mit Adressen von Geschaften und Privatpersonen in Danemark und Island, eine Reihe wertvoller Aufschliisse betreffend diese Lander, so dass das Adressbuch ein sehr benutztes Ilandbuch geworden ist. Krak’s Vejviser wird vom Aussenministerium an die danischen Gesandtschaften und konsularischen Vertretun gen verteilt. Danemarks Ausfuhr-Gewerbe.
Danemarks Bevblkerung maclit insgesamt ungefiihr 3,650,000 Einwoliner aus, wovon etwa 810,000 in der Haupt- stadt Kopenhagen (auf der Insel Seeland) und eine iihn- lichc Anzalil in den 80 Stiidten wohnhaft sind. Danemarks Aussenhandel. Die danischen Kaufleuten beteiligten sich schon friih am Welthandel. Im Jahre 1616 wurde in Kopenhagen eine ost- indische Kompagnie gegriindet, der eine Reihe anderer Handelskompagnien nachfolgten, von denen die im Jahre 1732 gestiftete Asiatische Kompagnie die grosste Bedeutung erhielt; sie wurde im Jahre 1845 aufgelost. Der Krieg 1S07—14 zerstorte in einer Reihe von Jaliren den Handel Kopenhagens und erst 1850—40 begann derselbe wieder zu wachsen und entwickelte sich in den nachfolgcnden Jah- ren immer starker. Im Jahre 1897 wurde die weltuni- spannende GeSellschaft „Ostasiatisk Kompagni1 gestiftet, die jetzt ein Aktienkapital von 50 Millionen Kronen besitzt. Diese Kompagnie hat im Laufe der Zeit eine Reihe Tochtergesellschaften errichtet, die Schiffalirt und Scliiff- bau und andre Betriebe im Zusammenhang mit Wald- und Plantagenbetrieb, Fabrikation und Handel in ver- schiedenen Teilen der Welt umfassen. Der Kopenhagener Freihafen, eroffnet zum Befahren im Jahre 1894, lia’t natiirlich verursacht, dass beinahe aller Durchfulirhandel iiber diese Stadt gelit. Er schliessl viele grosse Handelsfirmen und Aktiengesellschaften in sich, aber der Bau und die Erweiterung bestehender Pro- vinzhiifen haben die Errichtung entsprechend grosser ILandelsbetriebe in den andern danischen Stadten mit sich igefiihrt. Dit Entwicklung des danischen Aussenhandels des letzten halben Jahrhunderts ist aus nachstehenden Zalilefc ersiclitlich: Gesamteinfuhr Gesamtansfuhr \ Jahr Mili. Kr. Mili. Kr.
Obwolil das Konigreich Danemark zu den kleinsten Lundern Europas geliort, nimmt es wegen seiner be- deutungsvollen, geographischen Lage und scines hoch- entwickelten Erwerbslebcn einen hervorragenden Platz in der Weltwirtschaift ein. Danemark ist eine Ebene, die der Landwirtschaft gute Bedingungen gewiihrt, aber ungleich z. B. England, Frank- reich und Polen hat es keine Kohlen; auch besitzt es keine grossen ITilfsquellen von Wasserkraft wie Norwe- gen, Osterreich und die Schweiz; noch weniger Olgebiete wie Nordamerika, der Kaukasus oder Rumanien. Die eignen Kraftquellcn des Landes, bestehend aus Torf, Holz- brennmittel, Wind und Wasser, gewahren kaum melir als 5 v. IT. seines Kraftverbrauches. Riicksichtlich der mine- ralischen Schiitzc ist das Land ebenfalls arm. Bei Erd- bohrungen ist man — abgesehen von der Felseninsel Bornholm — nirgends durch die Kreideformation gelangt, sodass der danische Erdboden weder Eisen noch andre Metalle, Kali oder andre chemische Erzeugnisse gewiihrt. Auch gibt das Land keine Baumwolle, dlige Samen, Gummi oder nennenswerten Mengen von IIolz, Tabak nsw. Ist Danemark derart in ganz besondcrem Masse olme natiirliche Reichstumsquellen, so hat das diinische Volk dicsem Ubel dadurch abzuhelfen gewusst, sich in der Arbeit der Hånd und des Gehirns zu ertiichtigen und zwar durch eine auf wissenschaftlicher Grundlage durchgefiihrte Veredlung, teils diinischer Landwirt- schaftserzeugnisse, teils von Rohstoffen und Halbfabri- katen, von Liindern eingefiihrt, die seitens der .Natur hober begiinstigt worden sind. Ferner hat das diinische Volk seine Lage mitten im offnen Meer auszuniitzen ver standen, wie eine Briicke zwischen einem wesentlichen Teil der fiihrenden Kulturstaaten der modernen AVelt um einen Handel zu entwickeln, der im Verhiilt- nis zur Grosse des Landes und Volkes nur von einem oder zwei andern europiiischen Staaten iibertroffen wird; und es hat dadurch einen Warenaustausch geschaf- fen, der ein hoch entwickeltes Erwerbsleben ermoglicht hat, eine Erzeugung erstklassiger Qualitiitswaren auf im mer melir Gebieten, die dazu geeignet sind, die wtili- lerischsten Wiinsche des fremden Verbrauchers zu befrie- digen.
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